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Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde

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Ungelesen 01.10.18, 01:21   #1
TinyTimm
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Standard Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde

Über diese Dokumentation vom 29.09.2010 bin ich durch Zufall auf YouTube gestolpert. Die Beschreibung habe ich aus dem Netz dazu gesucht.
Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen hier, der Interesse daran hat.

Zitat:
Nichts war in der DDR so geheim wie die Arbeitsweise des MfS. Die Bedrohung, die von der "Stasi" ausging, war unkalkulierbar. Neun ehemalige Mitarbeiter erzählen vom Innenleben des Apparates und von den Techniken der Geheimdienstarbeit.

Der Dokumentarfilm bewegt sich zwischen alltäglicher Perfidität und Grausamkeit der Stasi-Methoden und einer von Selbstzweifeln geprägten Mitarbeiterschaft.

Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde:[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]

Zum ersten Mal äußern sich viele der Zeitzeugen, Generäle und andere operativ tätige Mitarbeiter des MfS für diesen Film vor der Kamera. Detailliert erzählen sie von ihren Arbeitstechniken. Es entsteht eine beeindruckende und bedrückende Innensicht des MfS aus Sicht der Täter. Es entsteht ein Bild, das die Stasi in all ihrer Macht und Niedertracht, aber auch in ihrer Biederkeit und Banalität, und schließlich in ihrer Ohnmacht zeigt.

In den geradezu nostalgischen Erinnerungen der Stasi-Offiziere heißt es u. a.: "Sie glauben ja gar nicht, was wir für prächtige Kollektive hatten. Diese enge, herzliche Kameradschaftlichkeit - das hat sich eingeprägt. Das kann man heute wahrscheinlich gar nicht mehr beurteilen. Solche Atmosphäre kann es unter den heutigen Bedingungen in Verwaltungen und Betrieben gar nicht mehr geben" (Wolfgang Schwanitz, Stellvertreter von Erich Mielke und Chef des operativ-technischen Sektors des MfS). Zu den Erschießungen an der Grenze sagte Siegfried Rataizick (seit 1950 in allen Funktionen der Abteilung XIV (Untersuchungshaft, Strafvollzug) tätig, zuletzt als Leiter): "Jeder Bürger wusste doch Bescheid - jeder Bürger kannte doch die Gesetze der DDR. Wenn ich also weiß, dass die Grenze abgesichert ist und ich über die Grenze nicht gehen darf, dann kann ich nicht einen Fluchtversuch über die Grenze unternehmen. Wenn ich weiß, dass ich dann zur Verantwortung gezogen werde."

"Die Dramaturgie des Films folgt den möglichen Stationen eines "Operativen Vorgangs"; Beobachtung, Zersetzung, Inhaftierung, Verhör, Ausweisung. En detaille, teilweise fast schwärmerisch erinnern sich die neun Protagonisten, die sich "keine Verbrechen einreden lassen wollen". Ein montiertes Original-Material von Abhör-Situationen und "Zugriffen" erinnert daran, dass es auch Opfer gab. Verdienst dieses Filmes ist es, Machtmechanismen und Charaktere zu zeigen, die leider weder überholt noch einmalig sind" (Leipziger Volkszeitung).

"Wir haben einen außerordentlich hohen Kontakt mit allen werktätigen Menschen. Ich liebe doch alle, alle Menschen", verkündete Erich Mielke am 13. November 1989 bei seinem letzten, denkwürdigen Auftritt in der Volkskammer. In der Kurzform "Ich liebe euch doch alle" wurde sein Ausspruch zum Sinnbild des Verhältnisses zwischen der Obrigkeit in der DDR als liebendem und strafendem Vater und den Untertanen als unmündigen Kindern.

Schon lange ging es im Ministerium für Staatssicherheit nicht mehr nur darum, gegen Oppositionelle vorzugehen und die "Feinde des Sozialismus" unschädlich zu machen. Die Stasi war viel mehr als eine Geheimpolizei klassischen Zuschnitts, sie war eine Art Überministerium geworden, das sich beinahe für alles verantwortlich fühlte, was in der DDR vor sich ging. Doch das MfS war nur scheinbar perfekt. Der Wahn, alles kontrollieren zu wollen, führte zur Lähmung. Hinter einer monolithischen Fassade herrschten Misstrauen und Angst. Auch die Mitarbeiter merkten zunehmend, dass es ihre Aufgabe war, Fehler und Versäumnisse der politischen Führung zu kompensieren. Perestroika und der Öffnungsprozess nach Westen führten im MfS zu Desintegrationserscheinungen, zu einer Abnahme der Gewaltbereitschaft, zu Nachwuchsproblemen und zunehmendem Alkoholismus.
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