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Kita-Erzieherin: Was viele Kollegen machen, ist Kindesmisshandlung

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Ungelesen 04.10.18, 00:41   #1
TinyTimm
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Standard Kita-Erzieherin: Was viele Kollegen machen, ist Kindesmisshandlung

Zitat:
Es waren erschreckende Szenen, die das “Team Wallraff” für die Sendung “RTL Extra” in einer Kita aufzeichnete. Eine Undercover-Reporterin hatte sich als Praktikantin ausgegeben und konnte so in der Kita des Roten Kreuzes mit versteckter Kamera filmen.

Zu sehen war unter anderem, wie ein Kind stundenlang gezwungen wurde, seine Mahlzeit aufzuessen. Zwei bis drei Stunden lang musste der Junge alleine am Esstisch sitzen bleiben, während die anderen Kinder draußen spielen durften.

Die Enthüllungen haben hohe Wellen geschlagen, die betreffende Mitarbeiterin ist inzwischen entlassen worden und das Rote Kreuz beteuert, die Vorfälle genauer untersuchen zu wollen.

Was bleibt, ist eine große Verunsicherung bei den Eltern. Viele ahnen: Was das Team Wallraff da aufgedeckt hat, ist womöglich kein Einzelfall.

Hier berichtet eine Erzieherin aus ihrem Alltag.


36 Jahre habe ich als Erzieherin gearbeitet. 40, wenn man die Ausbildung mitzählt. In all den Jahren habe ich mit unzähligen Kollegen zusammengearbeitet und muss sagen: Das, was Team Wallraff da aufgedeckt hat, ist leider kein Einzelfall!

Ich habe schon öfter Erzieherinnen darauf hinweisen müssen: Was ihr da tut, ist eigentlich Kindesmisshandlung.

Zum Beispiel habe ich selbst einmal miterlebt, dass eine Kollegin ein Kind dazu zwingen wollte, am Tisch sitzen zu bleiben und einen Joghurt aufzuessen. Die Mutter des Kindes hatte diesen eingepackt und ich dachte mir gleich, dass er für dieses Kleinkind viel zu groß ist.
Viele Erzieher wissen nicht, dass sie etwas Falsches tun

Man muss sich hier klarmachen: Es geht um eine U3-Gruppe. Die Kinder sind ein bis drei Jahre alt.


Das Kind kann noch nicht einschätzen, wie viel es essen kann. Es weiß in der Regel noch nicht mal, was es genau mag und was nicht. Das Kind fand die Joghurt-Verpackung schön und hat sie deswegen aufgemacht.

Doch die Kollegin war überzeugt: Das Kind müsse dann auch aufessen. Deswegen ging es direkt mit Strafen los.

“Du bleibst jetzt solang hier sitzen, bis zu aufgegessen hast. Du gehts jetzt nicht mit uns raus, du darfst jetzt nicht spielen.”

Was glaubt ihr, wie ein Kind dann reagiert? Es beginnt zu weinen und zu schreien.

Und wenn das Kind dann nach wer weiß wie viel Zeit den Joghurt gegessen hätte, was hätte es dann gelernt?

Ich weiß von Kindern, die Angst vor dem Essen bekommen. Die dann zuhause schreien, wenn die Mama wieder einen Joghurt in die Tasche steckt.

Und die Eltern wissen dann erstmal lange nicht, was los ist. Die Kinder können sich nicht wirklich ausdrücken.

Da dauert es dann lange, bis man weiß, woher diese Angst kommt. Das kann auch zu Essstörungen führen.

Die Kollegen unterstellen den Kindern böse Absichten


Also habe ich eingegriffen. Ich habe der Kollegin gesagt: Das geht nicht. So kann man Kinder nicht behandeln. Sie hat behauptet, das Kind würde mit Absicht nicht aufessen, es würde sich mit Absicht bockig verhalten.

Das muss man sich mal vorstellen. Die Kollegin – und davon gibt es leider – unterstellen den Kindern böse Absicht.

Ein ein- bis zweijähriges Kind kann keine Intrigen spinnen. Es überlegt sich nicht, wie kann ich der Erzieherin eins reinwürgen.

Kleine Kinder sind noch viel zu sehr damit beschäftigt, sich selbst kennenzulernen – als sich Gedanken zu machen, wie sie anderen schaden können.

Wenn eine Kollegin so reagiert, kann ich sowas nicht einfach mitansehen. Das ist Kindesmisshandlung. Und deshalb sage ich das sofort, wenn es mir auffällt.

Die Kollegen sind dann schockiert

Wenn ich Kollegen sage, dass sie die Grenzen überschreiten und das Kindeswohl gefährden, sind sie meist schockiert. Ihnen ist gar nicht bewusst, dass sie etwas Falsches getan haben.

Sie fühlen sich vor den Kopf gestoßen und werden sauer. Aber das ist gut. So haben sie die Gelegenheit, im Nachhinein zu reflektieren und sich zu fragen, woher ihr Verhalten kommt.

Denn ich muss ganz klar sagen: Das ist nicht Teil unserer Ausbildung. Diese Verhaltensweisen haben die Erzieherinnen häufig aus ihrer eigenen Kindheit mitgebracht.

Vielleicht wurden sie selbst zum Aufessen gezwungen. Vielleicht wurden sie selbst zur Seite geschubst oder ein wenig zu fest am Arm gepackt und deshalb tun sie es selbst auch, wenn sie gestresst sind.

Nicht jeder Mensch ist als Erzieher geeignet

Das Problem ist, dass viele Einrichtungen sehr schlecht besetzt sind. Wenn dann noch eine Kollegin krank ist, wird es richtig schlimm.

Manchmal werden Praktikanten mit den Kindern allein gelassen, obwohl noch kein erweitertes Führungszeugnis vorliegt. Solange das nicht der Fall ist, dürfen sie aber kein Kind wickeln und sie dürften auch kein Kind erziehen.

Zurzeit werden ja auch viele Erzieher eingestellt, weil der Bedarf so groß ist. Da geht es nicht mehr darum, wer besonders gut ist, sondern darum, wer überhaupt verfügbar ist.

Aber nicht jeder Mensch ist als Erzieher geeignet. Man kann die Ausbildung gemacht haben und trotzdem hat man keinen Bezug zu Kindern.

Die Eltern wissen nicht, was in den Kitas passiert


Eine weitere Neuerung ist, dass die Kinder viel mehr Zeit im Kindergarten verbringen. Früher waren die Kinder vielleicht vormittags da. Jetzt bleiben die meisten über Mittag. Daher gab es früher auch diese Probleme mit dem Essen nicht in dieser Art.

Das Problem tritt jetzt so häufig auf, weil Essen einen größeren Teil im Kindergarten ausmacht als früher.

Und Essen ist ja auch wichtig. Den Kindern ein gesundes Verhältnis zum Essen zu ermöglichen, ist eine unsere bedeutendsten Aufgaben.

Doch geht es bei uns ja erstmal darum, die Kinder herausfinden zu lassen, was sie überhaupt mögen. Und wenn jemand etwas nicht mag, ist das nicht weiter schlimm. Das ist bei uns Erwachsenen ja auch so.

Was wir tun können, ist immer gesundes Essen anbieten und es den Kindern schmackhaft machen.


Es gibt oft Kinder, die zuhause kein Gemüse essen, weil sie vielleicht die Farbe nicht mögen, die dann im Kindergarten aber zulangen. Weil sie sehen, dass die anderen Kinder es essen.

Und es gibt noch so viel mehr rund ums Essen, was Kinder lernen müssen. Wie sitzt man eigentlich am Tisch? Wie funktioniert Besteck? Wie verhalten ich mich am Esstisch?

Als das sind sehr wichtig Dinge, die ein Kind ein Leben lang begleiten werden.

Und sie sind alle wichtiger, als zu lernen: Wenn ich den Joghurt nicht esse, darf ich nicht spielen.

Diesen Rat habe ich für alle Eltern

Ich kann mir vorstellen, dass viele Eltern nach dem Bericht von “Team Wallraff” verunsichert sind – und das zu Recht. Sie haben ja kaum eine Chance zu erfahren, was wirklich in der Kita passiert. Zumindest, wenn die Kinder noch nicht sprechen können.

Manchmal höre ich von Eltern, dass sie eine Kollegin besonders nett finden und denke mir: Himmel, wenn ihr wüsstet!

Ich kann Eltern nur empfehlen, die Initiative zu ergreifen und das Gespräch mit den Erzieherinnen zu suchen. Klar zu sagen, dass das Kind zum Beispiel nicht zum Essen gezwungen werden soll.

Das mag ungemütlich sein und wird bei vielen Erziehern auch sicher erstmal nicht gut ankommen. Aber damit muss man leben, wenn es um das Wohl des eigenen Kindes geht.

Und was bleibt den Eltern auch anderes übrig? Ein Kita-Wechsel ist schließlich nicht so leicht möglich.
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Das habe ich selbst erlebt, als mein Sohn mit 3 Jahren den Kindergarten besuchte. Damals hat man ihn nicht nur gezwungen aufzuessen, es gab auch noch "unterstützend" Schläge auf den Po.
Ich habe es damals durchgesetzt das diese "Erzieherin" entlassen wurde.
Leider erzählen Kinder nur selten von sich aus, wenn sie etwas schlimmes erlebt haben. Man kann sich da nur auf das Verhalten des Kindes verlassen. Ändert sich das drastisch, muss man Detektiv spielen und die Ursache erforschen.
Wie einschneidend solche Erlebnisse sein können zeigt die Tatsache, das sich mein Sohn beinahe 40 Jahre später, noch an dieses Erlebnis und die "Erzieherin" erinnern kann.
__________________
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Ich bin nicht rechts und ich bin nicht links. Ich denke selber.
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Ungelesen 04.10.18, 08:00   #2
Thorasan
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Naja, ganz ehrlich...
Schläge gehen gar nciht, dass ist logisch. Aber dass man eben auch Regeln durchsetzen muss und das auch gegen den Willen des Kindes, sollte klar sein. Man meckert ständig, wie scheisse Kinder heute erzogen werden, wie wenig ihnen Regeln beigebracht werden, wie lasch die Erziehung sei - Aber wenn sie dann rumbocken, ist eine Bestrafung auch wieder nicht recht.
Und ja, auch 2-3 jährige Kinder wissen schon, dass sie mit ihrem Verhalten Reaktionen erzeugen können. Dazu muss ein Kind nicht 10 sein. Ob man ein Kind nun 3 Stunden am Esstisch sitzen lassen muss, ok, kann man drüber sprechen - aber was wäre denn eine angemessene Reaktion, um ihm klar zu machen, "so gehts nicht"?
Natürlich fängt es dann an zu heulen und zu schreien, aber: Das ist nichts schlimmes. Sowas überlebt das Kind. Sowas gehört sogar dazu, um zu lernen, was man mag, was nicht, und was das für die Umwelt bedeutet. Kein Kind wird deshalb ne Essstörung entwickeln, so ein Blödsinn. "Im Kindergarten wurde ich gezwungen, einen Becher Joghurt komplett aufzuessen, nur weil ich ihn wollte - daraufhin entschied ich mich, magersüchtig zu werden" - Einfach nur bullshit.
Wohingegen die Frage, was das Kind daraus lernt, sehr schnell beantwortet ist: Es lernt, dass nicht alles so geht, wie es das Kind in dem moment gerae möchte. Es lernt, dass es sich an Regeln zu halten hat. Und es lernt, dass es Konsequenzen gibt, wenn man das eben nicht tut.
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Samonuske
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Ohja, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben. Zwar schon länger her, aber da hat es einen Unfall in einer kleinen Turnhalle in der Kita bi uns gegeben. Ein Mädchen hatte sich den Arm gebrochen und die besagte Erzieherin, die immer dabei sein muss, wenn sie in der Turnhalle sind. War gerade eine Rauchen als es passierte und nach einer gewisser zeit die Eltern kamen wurde vorher zu den Mädchen gesagt die dabei waren. Das die Erzieherin die ganze zeit mit dabei war. Da sich die Kollegen untereinander Rückendeckung geben hies es da zu mir. Da ich das ja alles mitbekommen habe. WOW dachte ich mir nur wie Assi ist das denn.

Ich sollte wohl noch dazu sagen, das ich für meinen 3 Jährigen Sohn, dort keinen Kindergarten Platz mehr bekommen habe. :-D

Weil ich das gerade lese mit gesundem Essen, man sollte als Elternteil evt mehrmals im Jahr einfach stichprobenartig dort einmal auftauchen. Bei uns hat es damals auch immer frisches Obst gegeben, aber komischerweise, immer wenn ich dort war,gab es gerade mal so viel das die Erzieherinnen was abbekommen haben. Oder das Essen wird immer frisch zubereitet,ja aber warum tragen die Damen nach der schicht, soviele Säcke mit Dosen hinaus. Hmmm wer da böses denkt.

Ich bin zwar kein Detektiv, aber man sollte schon bei der Wahrheiten bleiben ,gerade wenn es um die kleinen geht und gerade auch als Elternteil,sollte man immer öfters als zweimal hinschauen, was bei fremden abgeht. Bestes bsp das Thema mit dem Armbruch.
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So langsam aber sicher haben die Smartphone's mehr "Rechenleistung" als mancher ihrer Nutzer.

Geändert von Samonuske (04.10.18 um 08:14 Uhr)
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